Vom Kinde

Vom Kinde gäbe es gelinde
nicht viel zu sagen, keine Fragen.

Irgendwie ist es. Hässlich da.
Nacktes, hilflos Loses.
Dumm.
Es ist ohne Gewissen, beschissen.

Die Zeilen bisweilen den Sinn zerteilen,
ausgewählt, herausgeschält.
Blond.
Braune Soße, braun die Hose.

Worte hetzen in den Falten jener Fetzen,
zerreiben, hintertreiben.
Schuld.
Wie ausgedacht ist sie hervorgebracht.

Irgendwie wächst es zu einem Ich,
neugierig, schwierig.
Stumm.
Dem Körper entrissen, verbissen.

Hungrig erwacht stirbt es im Verstand,
verschwindet, erfindet
Horizont.
In jähem Zorn windet sich der Sporn.

Programm formt seinem Willen eine Richtung,
ergonym, ein Ungetüm.
Schmerz.
Ausgebrütet, nicht verhütet.

Vom Kinde, wie ich es finde,
hab‘ ich nun beigetragen manche Fragen.

*

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